KULTURLANDSCHAFTSPROGRAMM

 

LANDWIRTE ALS LANDSCHAFTSGESTALTER

Besonders ästhetische Kulturlandschaft in Form von Berglandwirtschaft und Almwirtschaft bildet das Herzstück im Naturpark Weißbach. Unter Kulturlandschaft versteht man eine Landschaft, in der die Natur in mehr oder weniger ausgewogenem Zusammenspiel mit dem Menschen - oftmals über Jahrhunderte - durch menschliche Nutzung nachhaltig gestaltet wurde. Durch kleinräumige Wirtschaftsweisen und traditionelle Nutzungsformen entsteht eine vielfältige und artenreiche Landschaft, zu deren Erhalt die Landwirte im Naturpark einen wesentlichen Beitrag leisten.

Ziel des Kulturlandschaftsprogramms, das 2007 begonnen wurde, ist es, traditionelle Nutzungsformen und Strukturen (auch Flur- und Kulturdenkmale) im Sinne der Erhaltung der biologischen und landschaftlichen Vielfalt sowie einer nachhaltigen Nutzung zu fördern und in enger Abstimmung mit den Grundbesitzern weiter zu entwickeln. Im Rahmen eines flächendeckenden Kulturlandschaftsprogramms soll der Einsatz bestehender Förderinstrumente optimiert und der Bedarf an ergänzenden Fördermaßnahmen erhoben werden. Aus der Nutzung gefallene Bereiche können durch Anreizmodelle reaktiviert bzw. alternative Pflegekonzepte gemeinsam entwickelt werden. Basierend auf den Ergebnissen und Maßnahmenempfehlungen des Programms sollen Naturpark-Projekte und Aktivitäten zur Attraktivitätssteigerung im Tourismus ebenso wie zur Bewusstseinsbildung und einer nutzungsverträglichen Besucherlenkung aufgebaut werden. Die Erhebungen wurden im Sommer 2007 gestartet, am 30. Oktober 2007 fand gemeinsam mit den GrundbesitzerInnen ein erster Informationsabend statt, an dem auch mögliche Maßnahmen und Bedürfnisse der Grundbesitzer diskutiert wurden.