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NATURSCHAUSPIEL |
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NATURRÄUMLICHE BESONDERHEITEN |
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Genießen Sie mit
allen Sinnen die atemberaubende Landschaft im Naturpark Weißbach, wo
sich die Natur einmal mehr als gestalterischer Meister erwiesen hat.
Klammen, Schluchten, Niedermoore, Bergmischwälder sowie weitläufige
Almen und Mähwiesen bilden ein Mosaik unterschiedlicher Lebensräume,
die von einer jahrhundertlang gelebten Gemeinschaft von Mensch und
Natur zeugen. Im Naturpark Weißbach lassen sich beeindruckendes
Klammerlebnis im Naturdenkmal Seisenbergklamm mit Wanderungen durch
naturnahe Wälder über artenreiche Almen bis ins alpine Gelände zu
einem unvergesslichen Erlebnis verbinden. Die imposanten Berggipfel
der Kalkhochalpen mit ihren besonderen geologischen Formen wie den
Karren, den Gletscherschliffen und der beeindruckenden Artenvielfalt
alpiner Tiere und Pflanzen warten darauf, von ihnen entdeckt zu
werden. |
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ALMEN
Almen
spielen im Naturpark Weißbach eine wichtige Rolle und prägen
nachhaltig das Landschaftsbild. Drei große
Gemeinschaftsalmen – die Kallbrunnalm, die Kammerlingalm und
die Litzlalm – laden neben zahlreichen kleinen Almen zu
Wanderungen und kulinarischem Almerlebnis ein. Im Sommer
bringen die Bergbauern ihr Vieh auf die Alm, wo die
kräuterreiche Milch dann Basis für besonders schmackhaften
Käse und Butter ist. Bei einigen Sennerinnen kann der
Almkäse ebenso wie im Alm- und Informationszentrum auf der
Kallbrunnalm verkostet oder gekauft werden. Auch die
Jausenstationen bieten Almjausen in gemütlicher Atmosphäre
an und freuen sich auf ihren Besuch. Gerade auf den Almen
begegnet einem die typische gelebte Grenzkultur des
Naturparks Weißbach. Bayerische und Salzburger Bauern teilen
sich die Almrechte und bewirtschaften die Almen gemeinsam.
Die
Kallbrunnalm in Weißbach bei Lofer ist eine sehr
beeindruckende große Alm mit einer Fläche von 2,54
Quadratkilometer. Sie liegt auf einer Höhe von 1.400 bis
1.600 m und wird bereits in Urkunden aus dem Jahre 1385
erwähnt. Weil die Alm zur Grundherrschaft des Stiftes
Berchtesgaden gehörte, wurde das Almrecht anfangs
ausschließlich von 18 Bauern aus der bayerischen Ramsau und
Bischofswiesen genutzt. Erst in der zweiten Hälfte des 18.
Jahrhunderts erhielten drei Bauern aus Pürzlbach und der
Vorderstockklausbauer Teilrechte. Derzeit werden die von 18
auf 30 erweiterten Rechte von 16 Bayerischen und 14
Weißbacher und St. Martiner Bauern genützt. In den
Sommermonaten werden jedes Jahr etwa 350 Stück Vieh
aufgetrieben, die dann aktiv als Landschaftspfleger im
Naturpark tätig sind. Im Sommer 2008 wird das Alm- und
Naturinformationszentrum über dem Käsekeller der
Agrargemeinschaft eröffnet und lädt zu einem Besuch ein.
Die
Kammerlingalm ist eine weitere der drei Gemeinschaftsalmen
im Naturpark Weißbach. Die Sonnenalm im Naturpark liegt
schmal und lang gestreckt am Fuß des Kammerlinghorns.
Besonders im Herbst, wenn die Schatten länger werden und die
Sonnenstunden kürzer, lädt diese Alm zu einem Besuch ein. 15
Bauern aus Salzburg und Bayern teilen sich auch hier das
Almrecht der Agrargemeinschaft Kammerlingalm.
Die
dritte im Bunde ist die Litzlalm, die den Blick weit in den
Nationalpark Berchtesgaden freigibt. Auch hier
bewirtschaften Ramsauer, Weißbacher und St. Martiner
Landwirte in traditioneller Form und oftmals mit Pinzgauer
Rindern die Alm. Über die Litzlalmrunde lässt sich diese Alm
gut erkunden. Freie Blicke auf Kammerlingalm und
Kallbrunnalm ebenso wie auf Kammmerlinghorn, Seehorn oder
Litzlkogel laden aber zu weiteren Touren ein.
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SEISENBERGKLAMM
Eine der
schönsten Klammen Österreichs – das Naturdenkmal
Seisenbergklamm – dient als Tor zum Naturpark Weißbach.
Direkt von Weißbach an der B 311 gelegen, ist die 400 m
lange Seisenbergklamm, im Jahr 1831 als Holztriftweg
angelegt, begehbar. Über Wasserfälle hinweg spaziert man auf
hölzernen Stegen und begleitet vom Klammgeist bis zur
Dunkelklamm, deren enge Felswände kaum Sonnenlicht hindurch
lassen. Die Seisenbergklamm begann vor etwa 12.000 Jahren zu
entstehen, als das Eis der letzten Eiszeit in den Alpen
schmolz und wurde durch die Kraft des Weißbaches,
unterstützt durch Sand und Gestein, in die heutige
beeindruckende Form gebracht. Nach ihrem geologischen Aufbau
ist die Seisenbergklamm in zwei Teile zu trennen. Der
vordere Teil ist dank der weicheren Liaskalke der Jura vom
Weißbach zu einem weiteren Tal ausgeweitet worden. Hier
wachsen an den Uferhängen zahlreiche Kräuter, Stauden und
sogar Bäume. Gleich hinter der Vorklamm schiebt sich quer
durch den Seisenberg ein Felsriegel aus wesentlich härterem
Gestein des Dachsteinkalkes aus der Trias-Zeit. Hier muss
der Weißbach weitaus härtere Arbeit leisen, um sich seinen
Weg zu bahnen. Hier entstanden sehr beeindruckende
Erosionskolke. Durch die Enge der Felswände wird dieser Teil
der Klamm auch Dunkelklamm genannt, in der das Wasser laut
tosend zu Tal donnert. In diesem engen, feuchten Bereich
wuchern verschiedene Moose auf dem glatten Fels.
Die
Besichtigung des beliebten Ausflugszieles dauert etwa eine
Stunde. Wanderer können den Einstieg durch die Klamm als
Ausgangspunkt für das weit reichende Wanderwegenetz nutzen
oder bequem über den Klammrückweg nach Weißbach
zurückkehren. Klamm und Klammstüberl sind von Mai bis
Oktober geöffnet. Nähere Informationen finden sie unter
www.erlebnisklamm.at. Gerne können sie Sonderführungen
außerhalb der Öffnungszeiten bzw. für Gruppen vereinbaren.
Der
Klammgeist macht einen Ausflug durch die Seisenbergklamm für
Groß und Klein zu einem spannenden Erlebnis. Er vermittelt
an mehreren Stationen besonders Wissenswertes über Natur und
Umwelt. Wer einen Klammausweis besitzt, kann die
interessanten Aufgaben auf den Schautafeln lösen sowie
Sternchen sammeln.
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