Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen
Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

Steckbrief

Im Naturpark Weißbach ist die größte Fläche des Gebiets mit den drei Gemeinschaftsalmen Kallbrunnalm, Litzlalm und Kammerlingalm als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen. Neben einer nachhaltigen Landnutzung und Regionalentwicklung für die Erhaltung dieses hohen ästhetischen Wertes soll der Naturpark für alle Menschen erlebbar und durch spezielle Einrichtungen im Sinne von Erholung und Bildung erschlossen sein. Wir laden sie ein, die wunderbare Region mit ihren Bewohnern und Einrichtungen kennen zu lernen.

 

Wissenswertes

  • 6.9 km2 Größe Gemeinde Weißbach
  • 6.4 km2 Größe Gemeinde St. Martin
  • 2.8 km2 Größe des Naturparks
  • 21 bäuerlicher Betriebe
  • 6 Almen
  • 54 Almhütten 
  • 666 – 2.634 m Seehöhe
  • 2007 Jahr der Naturparkgründung
  • 5 Jausenstationen
  • 6 Themenwege
  • 2 beteiligte Gemeinden (Weißbach und St. Martin)
  • 247 ha Fläche Kallbrunnalm
  •   74 ha Fläche Kammerlingalm
  •   32 ha Fläche Litzlalm

 

Der Weg zum Naturpark Weißbach

Mit den drei Gemeinschaftsalmen (Litzlalm, Kammerlingalm und Kallbrunnalm), der Seisenbergklamm, dem Gerhardstein und dem Hintertal verfügt die Gemeinde Weißbach über großartige Landschaften. Diese Gebiete sollen in ihrer einzigartigen Form erhalten werden. Die Gemeinde Weißbach hat sich im Jahre 2005 gemeinsam mit dem Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 13, dazu entschlossen, diese Region in ihrer einzigartigen Schönheit als Naturpark auszuweisen. Der gesetzliche Rahmen für die Verordnung zum Naturpark wird im § 23 des Salzburger Naturschutzgesetzes 1999 geregelt. Demnach können „Gebiete, die für die Erholung der Bevölkerung oder für die Vermittlung von Wissen über die Natur besonders geeignet sind und deren Erholungs- oder Bildungswert durch entsprechende Pflege- und  Gestaltungsmaßnahmen gesteigert worden ist, …“ zu Naturparken erklärt werden.

Es folgte ein Planungsprozess in dem die aktive Beteiligung der lokalen Bevölkerung von Anfang an groß geschrieben wurde. Da die Grundeigentümer diesem Projekt zustimmen müssen, kommt der Einbindung und Berücksichtigung ihrer Ideen und Anliegen große Bedeutung zu. Die Bevölkerung von Weißbach hat die Naturparkidee als Chance für eine zukunftsorientierte regionale Entwicklung und eine aktive Mitgestaltung erkannt.

In Arbeitsgruppen wurden gemeinsam mit dem Planungsteam Leitlinien und Maßnahmen für den künftigen Naturpark erstellt und in einem Erhaltungs- und Gestaltungsplan zusammengefasst. Auch in Zukunft wird es wichtig sein, dass sich große Teile der Bevölkerung mit dieser Idee auseinandersetzen und sie mittragen, um dem Naturpark Weißbach eine erfolgreiche Entwicklung zu ermöglichen.

Im Mittelpunkt steht dabei die nachhaltige Weiterentwicklung der Kulturlandschaft unter Berücksichtigung der besonderen Eignung zum Zwecke der Erholung und Bildung. Dieser Leitgedanke soll neben der Schutzfunktion auch in Weißbach umgesetzt werden.

Seit 2006 gibt es eine Gebietsbetreuung, die gemeinsam mit der Bevölkerung von Weißbach daran arbeitet, den Naturpark Weißbach mit Inhalten und Aktivitäten zu füllen. Ein umfangreicher Fachbeirat ergänzt die Arbeit des Vereines.

Am 22. Juli 2007 wurde der Naturpark Weißbach mit der feierlichen Prädikatsverleihung von LR Sepp Eisl im Rahmen eines Festprogramms ganz offiziell eröffnet. Der Naturpark ist nach dem Naturpark Riedingtal und dem Naturpark Untersberg der dritte im Land Salzburg. Als geschützter Landschaftsraum, der über Jahrhunderte im Zusammenspiel von Natur und Mensch geprägt wurde, eignet sich diese Region besonders zur Erholung und Wissensvermittlung. Mit dem Eröffnungsfest wurde nun ein weiterer wichtiger Schritt in der Umsetzung der Naturparkentwicklung gesetzt.