Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen
Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete.

Naturschutz ist mehr als „a gmade Wiesn“ - Bergmahd 2020

Naturschutz ist mehr als „a gmade Wiesn“ - Bergmahd 2020
Die Bayerischen Saalforste erhalten auf ihren Flächen im Naturpark Weißbach die Artenvielfalt auf Bergmahdern durch eine Kooperation mit dem Österreichischen Alpenverein – Sektion Leogang – und dem Naturpark Weißbach. Seltene Insekten und Pflanzen und auch die Gemeinschaft der Freiwilligen Helfer profitieren. Landesrätin Maria Hutter besuchte die fleißigen Alpenvereinler und zeigte sich begeistert von der Aktion.

Über 50 Jahre lang wurden die steilen Bergmahder im Hintertal im Naturpark Weißbach nicht mehr gemäht. Sie drohten mit Bäumen zuzuwachsen. Ein blumen- und insektenreiches Kleinod wird seit dem Jahr 2017 erhalten. Landesrätin Maria Hutter besuchte am 1. August die Freiwilligen und freute sich mit ÖAV Sektionschef Markus Mayrhofer und Forstbetriebsleiter Thomas Zanker über die sichtbaren Erfolge dieser Biotoppflege. Mit dabei war auch Artenexpertin Sibylle Kallas und der designierte 1. Vorsitzende der Alpenvereinssektion Passau, Lothar Schramm. Mit dem Projekt „Mahd einmahdiger Wiesen im Naturpark Weißbach bei Lofer“, welches vom Alpenverein Leogang gemeinsam mit dem Naturpark Weißbach auf Flächen der Bayerischen Saalforste umgesetzt wird, wird deren Erhalt gesichert. Dieses Engagement wurde im Januar 2018 mit dem österreichischen Naturschutzpreis "Die Brennnessel – Naturschutz is ka gmahde Wies'n" ausgezeichnet. Im Rahmen einer Projektwoche des Naturparks Weißbach wurde als vorbereitende Maßnahme bereits im September 2017 eine Schwendaktion an aufwachsenden Jungbäumen auf der Fläche durchgeführt.

Rund 30 Freiwillige mähten und rechten am ersten Augustwochenende 2020 bei sommerlichem Wetter. Die Erfolge auf diesen stets einmal im Jahr gemähten steilen Berghängen sind schon im dritten Jahr, des für zunächst 10 Jahre angelegten Projektes sichtbar. Die Bergmahder sind voll mit seltenen Insekten und Pflanzen. Erwachsene und Jugendliche konnten die körperlich schwere und anstrengende Mäh-Arbeit auf den steilen Bergmahdern erfahren und so auch ihre Gemeinschaft stärken.

Nicht umsonst prangt auf dem Logo des Naturparks Weissbach ein Schmetterling. Die enge Verzahnung von Waldlebensräumen, die von den Bayerischen Saalforsten naturnah bewirtschaftet werden und Bergmahdern und Almen, die durch diese Aktion und viele fleissige Bergbauern erhalten werden, bieten eine Artenvielfalt auch an Schmetterlingen, die ihresgleichen sucht.

Von Karren & Muscheln - geologische Wanderung 2020

Von Karren & Muscheln - geologische Wanderung 2020
⛰⛰⛰Letzte Woche sind wir bei unserer Führung „Von Karren und Muscheln“ nicht nur mit unseren Füßen, sondern auch gedanklich, durch die Zeit gewandert. Christoph Dinger hat uns mit seinem geologischen Wissen die Entstehungsgeschichte der Kalkalpen von Jahrmillionen auf 3 Stunden abgekürzt. Entlang des Weges zur Kallbrunnalm findet man, mit geschulten Augen, einige Indizien zu den komplexen Entstehungsprozessen unseres Gesteinsuntergrundes.

Auch wenn wir uns bei der Wanderung im Gebiet der Kalkhochalpen befunden haben, ist nicht jedes Gestein in unserer Region Kalkgestein. Die unvorstellbar langen Zeiträume, in welchen unsere Landschaft entstanden ist, können nicht so einfach auf einen Entstehungsmechanismus und somit eine Gesteinsart allein zurückgeführt werden. Jedoch bildet das Ausgangsgestein die Basis für alles Leben an der Oberfläche und bestimmt daher auch die mögliche kulturelle Nutzung.

Es ist unbegreiflich, wie lange es zeitgeschichtlich gedauert hat, dass wir heute auf unsere Berge so weit hinaufwandern und dabei atemberaubende Aussichten genießen können!

Botanische Wanderung zur Kallbrunnalm 2020

Botanische Wanderung zur Kallbrunnalm 2020

Am Sonntag hat die botanische Wanderung von Pürzelbach zur Kallbrunnalm stattgefunden. Die begeisterten Teilnehmer*innen haben durch den Vegetationsökologen und den Pinzgauer Schutzgebietsbetreuer Andreas Scharl viele Pflanzenarten im Naturpark kennengelernt und bestimmt. Die vielfältigen Standorte am Wegesrand und auf der Alm bieten unglaublich vielen Arten einen günstigen Lebensraum.

Um 9 Uhr sind wir von Pürzelbach in Richtung Kallbrunnalm gestartet. Alle Pflanzen die ins Auge gesprungen sind wurden genauer analysiert. Die Pflanzenfamilie und Gattung wird nach Einordnung von typischen äußeren Merkmalen, wie Blütenausprägung, Blätter und Standortanalyse bestimmt. Darauf aufbauend kann man dann die genaue Pflanzenart herausfinden. Unglaublich was für beeindruckende äußerliche Merkmale bei genauem Hinschauen in unserer Pflanzenwelt entdeckt werden können! Nicht nur wir Menschen, sondern auch Insekten, lockt das attraktiv-künstlerische phänologische Erscheinungsbild der Pflanzen an und sie werden durch ihren Besuch an der Blüte zu Wildbestäubern.

An der Kallbrunnalm angelangt, haben wir uns auf der Kashütt‘n mit einer köstlichen Almjause gestärkt und am Nachmittag nocheinmal unser gelerntes Wissen wiederholt. Neben vielen besonderen botanischen Funden haben wir auch einige Insekten, u.a. einen riesigen Bockkäfer oder mehrere Apollofalter, beobachten können. Am Nachmittag, kurz vor Ende der Führung wieder in Pürzelbach, haben wir sogar noch das heimische Adlerpärchen über den Leoganger Steinbergen kreisen sehen können.

Waldwochenabschlusstag des Kindergartens 2020 - Clowntheater "Beeez"

Waldwochenabschlusstag des Kindergartens 2020 - Clowntheater
Zum Abschlusstag der Waldwoche von der Kindergartengruppe Weißbach gabs ein lustiges Clowntheaterstück ("Beeez") zum Thema Bienen in unserer urigen Waltlmühlsäge!

In der Früh haben uns die Kinder in ihren Morgenkreis aufgenommen und wir haben gemeinsam gesungen. Das Naturmosaik am Beginn des Themenweges "Walden" bildete dabei den Mittelpunkt. Die Kinder haben das Kunstwerk am Beginn ihrer Waldwoche wieder mit frischen Naturmaterialien bestückt.

Dann sind wir gemeinsam mit den Kindern noch ein bisschen im Wald herumgetollt und sie haben uns ihre bunten Kunstwerke im lichten Wald gezeigt. Mit Knetmasse haben sie die Baumrinde mit Blüten und Zweigen verschönert.

Danach gabs eine gemütliche Jause mit selbstgemachten (Pizza-)Schnecken und kleinen Blumenkuchen. Nach einer Partie Waldmemory mit interessanten Fundstücken haben die Kinder dann viel über die tollpatschigen zwei Clowns im Beeez-Theaterstück gelacht. Im Anschluss haben die Clowns auch noch etwas ernsthaftes zu den Bienen als Bestäuber erzählt und die Kinder haben verschiedene Honigsorten verkosten können.

Wusstet ihr schon? In Österreich gibt es über 690 Wieldbienenarten, die neben ihren bekannten Verwandten, den Honigbienen, zu den wichtigsten Bestäubern zählen. Mehr darüber könnt ihr bei unsren Wildbestäuberkursen erfahren. 🐝🦋🌼🌸🐝🌻🌷🦋

Weißbach blüht auf 2017-2020 - Projektbeschreibung und Ausblick

Weißbach blüht auf 2017-2020 - Projektbeschreibung und Ausblick
Projektvorstellung

Im Jahr 2017 fand in Weißbach der Startschuss eines ganz besonderen Projekts statt:

Im Rahmen des länderübergreifenden ‚wild & kultiviert’ Projekts haben wir zusammen mit dem Schutzgebietsbetreuer des Pinzgaus, Andreas Scharl, angefangen, einige Flächen in Weißbach mit regionalem Wiesensaatgut einzusäen.

Dieses Saatgut wurde von einzigartigen und artenreichen Pflanzengesellschaften aus der Region gewonnen, z.B. von Kalkmagerrasen. Im Folgenden wollen wir die Schritte, Eigenschaften und Entwicklung etwas genauer vorstellen.

Warum sind Magerrasen so besonders?

Viele seltene Pflanzengesellschaften, wie zum Beispiel Trocken- und Halbtrockenrasen, Niedermoore, Feuchtwiesen und Streuobstwiesen sind in unserer Landschaft inzwischen höchst gefährdet. Dabei leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Nahrungsquellen zahlreicher Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlingen, z.B. die graue Sandbiene oder die farbenprächtige Rotflügelige Ödlandschrecke. Nachfolgend kommen daher natürlich auch noch viele andere Tierarten - z.B. Wiesenbrüter wie das Braunkehlchen – hier vor. Auch für uns Menschen übernehmen sie wichtige Funktionen: Zum Beispiel zur Belebung des Landschaftsbilds, sie wirken positiv auf unsere Sinne und tragen zur Erholung bei. Ebenso bieten sie hochwertiges Viehfutter und können Wild- und Heilkräuter bereitstellen. Kalkmagerrasen gehören übrigens zu den artenreichsten Pflanzengesellschaften bei uns, gerade weil sie so mager, sprich nährstoffarm, sind. Weil hier nicht wenige konkurrenzstarke Arten vorherrschen, können viele verschiedene Kräuter und Gräser vorkommen. Diese Spezialisten müssen trockentolerant sein und mit wenig Nährstoffen auskommen um an diesen Standorten gedeihen zu können.

Wieso sind artenreiche Wiesengesellschaften inzwischen so selten geworden?

Dafür gibt es viele Gründe. Neben dem allgemeinen Flächenverlust von Naturlandschaften z.B. durch Versiegelung, industrielle Landwirtschaft und Bebauung sind noch zwei andere Faktoren dafür äußerst relevant. Da wäre zum einen der starke Stickstoffeintrag durch Verkehr und intensive Düngung zu nennen. Eigentlich ist Stickstoff ein lebensnotwendiger Pflanzennährstoff, der unter natürlichen Bedingungen und an bestimmten Standorten nur begrenzt verfügbar ist. Oftmals sind gerade artenreiche Pflanzengemeinschaften an stickstoffarme Bedingungen gut angepasst. Durch die oben genannten, vom Menschen verursachten Faktoren, steigt nun seit vielen Jahrzehnten die Verfügbarkeit an und dies fördert oftmals einige wenige, besonders durchsetzungsstarke Pflanzen, die dann die ursprünglichen Arten verdrängen. Dadurch sinkt die Artenvielfalt mitunter erheblich.

Ein weiterer Grund ist die Gleichförmigkeit der Grünlandgesellschaften durch die Etablierung von handelsüblichem Regelsaatgut. Dadurch werden Wiesen in unterschiedlichen Regionen immer ähnlicher (und artenärmer!), obwohl die natürliche Artenzusammensetzung in den jeweiligen Naturräumen stark voneinander abweichen würde. Und natürlich spielt auch der Mahdzeitpunkt und die Häufigkeit eine große Rolle, wie und welche Arten sich auf den Wiesen halten und ausblühen können.

Welche Flächen haben wir in Weißbach bearbeitet und wie waren die Arbeitsschritte?

Die erste Fläche war der Bereich hinter der Brücke zum Ghf. Seisenbergklamm, der im Herbst 2016 von A. Scharl eingesät wurde. In diesem Bereich wurden keine speziellen Vorarbeiten geleistet, die Böschung wurde dick mit Humus eingedeckt, dieser mit dem Böschungslöffel festgedrückt.

Die zweite Fläche zieht sich dann von der Brücke aus das rechte Bachufer entlang bis zur Fußgängerbrücke. In diesem Bereich haben wir einen Teil des Oberbodens abgetragen und mit Kalkschutt (Flussschotter) gemischt. Dies gilt als erprobte Methode, um Kalkmagerrasen zu etablieren. Die Einsaat der Fläche erfolgte mit tatkräftiger Hilfe der Weißbacher Kinder im Frühjahr 2018! Dazu wird das Saatgut mit einem etwas schwererem Trägermaterial vermischt (in unserem Fall Sand) und dann händisch ausgebracht. Danach muss das Saatgut angedrückt oder gewalzt werden, um ein Abtragen durch Wind und Regen möglichst zu vermindern. Wir sind dazu alle zusammen über die Fläche gelaufen und haben sie möglichst gut eingedrückt. Im steileren Bereich nahe der Fußgängerbrücke haben wir noch einen kleinen Pfad aus größeren Steinen angelegt, auf dem man hinunter ans Wasser kommt.

Der dritte Platz ist das Feld hinter dem Feuerwehrgebäude, das wir im Frühjahr 2019 angelegt haben. Dafür haben wir auch einen Teil des Oberbodens abgetragen, die Fläche mit einer Sand-Saatgut-Mischung eingesät und danach versucht zu befestigen. Da am Tag der Ausaat ein sehr trocken-windiges Wetter herrschte, hat uns die Feuerwehr freundlicherweise die Fläche bewässert.

Bewertung und Ausblick

1. Fläche: Der Bereich hinter der Autobrücke wurde 2019 von Andreas Scharl kartiert. Dazu werden auf einer bestimmten Fläche alle Pflanzen untersucht und deren Vorkommen und die Deckung notiert. Wie man auf dem Bild sehen kann, ist nun eine artenreiche und bunte Wiese entstanden. Bei der Kartierung kam eine Gesamtartenzahl von 46 Arten heraus! Das ist ein großartiges Ergebnis! Darunter sind so prächtige und farbenfrohe Pflanzen wie das Ochsenauge, Wiesenskabiose oder Margerite. Diese großartige Entwicklung der Fläche war ohne vorherige Behandlung des Bodens so nicht ohne weiteres zu erwarten.

2. Fläche: Die von den Weißbacher Kindern eingesäte Fläche weist grob gesagt zwei unterschiedliche Bereiche auf. Am nördlichen, unteren schmalen Bereich sind gute Anwuchserfolge zu verzeichnen, wenn auch noch nicht in einer Vielfalt wie an der 1. Fläche. Der obere Bereich hin zu Fußgängerbrücke weist noch größere Bereiche auf, an denen der Kalkschotter und Kiesel überwiegen. Dies ist auf die größere Steilheit, weniger Humus und die Tatsache, dass dieser Bereich häufig betreten wird, um zum Bach hinunterzugelangen, zurückzuführen.

Um die gepflanzten Vogelbeeren hat sich ein buschiger Kranz von Fettgräsern und Ampfer erhalten, der von dem nicht abgetragenen, nährstoffreichen Humus profitiert.

Mögliche Maßnahmen, um diese Fläche zu fördern, wäre einerseits eine teilweise Absperrung, um das Betreten zu verhindern. Eine partielle Nachsaat erfolgte bereits im Herbst 2018. Möglicherweise muss man aber mit solchen Bereichen auch nur etwas mehr Geduld haben. Andererseits sind schotterig-sandige Bereiche wertvoll für viele Insekten. Zum Beispiel leben fast dreiviertel unserer Wildbienen in Löchern und kleinen Höhlen im Boden. Durch den hohen Stickstoffeintrag und den darauffolgenden, dichten Bewuchs konkurrenzstarker Gräser und Kräuter sind solche Lebensräume in unserer Landschaft selten geworden.

3. Fläche: Über die Fläche hinter dem Feuerwehrhaus ist es noch zu früh ein Urteil abzugeben. Diese wurde ja erst im Frühsommer 2019 eingesät.

Prinzipiell muss man verstehen, dass naturnahe Grünland- und Wiesengesellschaften nicht immer so aussehen, wie die üppigen Beispiele im Gartenkatalog mit gezüchteten und standortsfremden Exemplaren. Manche der Arten sind eher kleinwüchsig oder blühen unscheinbar. Außerdem ist es ganz natürlich und auch wichtig, dass immer wieder lückige Bereiche vorhanden sind, wo sich neue, standortsgerechte Pflanzen etablieren können. Unscheinbar wirkende Flächen mit hohem Gras Anteil zeigen meist erst bei genauerem Hinsehen ihre Artenvielfalt und die zarte Schönheit im Detail. Wir plädieren außerdem für ein wenig Geduld mit diesen besonderen und wertvollen Lebensräumen und können nur jeden ermutigen, sich einmal im Sommer in diese Wiesenbereiche zu setzen und mit offenen Augen die Vielfalt vor Ort zu bewundern.

Bergmahd am Litzlsattel 2019

Bergmahd am Litzlsattel 2019
Bergmahd am Litzlsattel

Runde 2 für das prämierte Projekt des Alpenvereins Leogang, den Bayrischen Saalforsten und dem Naturpark Weißbach, die sich im Juli, mit der Hilfe von rund 30 Handsensen und Rechen schwingenden Freiwilligen, für den Erhalt einer artenreichen Bergwiese am Litzlsattel einsetzten.

Gab es früher viele Gründe für die Bewirtschaftung der hoch in den Bergen liegenden, steilen Wiesen – es wurde das Heu für das Vieh in den Bergmahdern gewonnen da viele Flächen im Tal zur Herstellung von Getreide benötigt wurden oder aber zu feucht und zu sumpfig dafür waren - besteht die Notwendigkeit dieser Nutzungsart heute nicht mehr und viele Male bedeutet die Mahd der Steilflächen für den Landwirt großen Zeit- und Arbeitsaufwand. Da rückt eine „Leitn“ wie die am Litzlsattel, die etwas abseits vom Geschehen liegt, schon einmal in den Hintergrund der Aufmerksamkeit und droht zu verbuschen und infolgedessen zu verschwinden.

50 Jahre lang wurde die ca. 2 Hektar große Fläche, die sich im Besitz der Bayrischen Saalforste befindet, nicht gemäht. Bis zum Jahr 2017. Hier wurde durch das Bergwaldprojekts des Naturpark Weißbach die Vorarbeit geleistet und fleißig geschwendet. Durch die Prämierung mit der „Brennnessel“, eine Förderaktion der Stiftung „Blühendes Österreich“ konnte 2018 das auf 10 Jahre ausgelegte Projekt „Wiederaufleben und Durchführung der Mahd einmahdiger Wiesen im Bereich Naturpark Weißbach bei Lofer“ finanziert und in weiterer Folge umgesetzt werden.

Ziel der Aktion ist neben der Erhaltung der einmähdigen Bergwiese, die wertvollen Lebensraum für eine Vielzahl an Pflanzenarten und Insekten bietet, vor allem die Einbindung der Alpenvereinsjugend, welche hierbei viel über die traditionelle Arbeitsweise der Heuernte lernen konnte. So wurde auch der Sinn für das Arbeiten in der Gemeinschaft an die Jugendlichen und Kinder vermittelt.

Das harmonische Miteinander konnte man an diesem Wochenende spüren. Auch die große Sympathie unter den Projektpartner, mit Hauptverantwortlichen Markus Mayrhofer (AV Leogang) und Thomas Zanker (Bayrische Saalforste), sowie den weiteren Beteiligten, seien es Vertreter der AV Sektion Passau, die heuer zum ersten Mal mit dabei waren, oder die Bergretter von St. Martin bei Lofer. Von 8-80; hier hilft man zusammen und möchte mit gutem Beispiel voran gehen.

Unterstützung gab es auch von den Betreuerinnen der Alpenvereins-Jugend. Unter Ihnen die Biologin Sybille Kalas, die Jung und Alt durch ihre botanischen Kenntnisse Einblicke in die Vielfalt der Pflanzen verschaffte. Hervorzuheben ist die Aufwertung der Fläche die schon nach einem Jahr sichtbar wurde; So konnten bei vorangegangener Begutachtung durch Schutzgebietsbetreuer Andreas Scharl und den Mitarbeitern des Naturparks, 71 Pflanzenarten nachgewiesen werden. Das gewonnene Heu wurde erstmals verwertet und von einem ortsansässigen Landwirt abgeholt.

Gerade weil das Miteinander ein wichtiger Bestandteil der Mahd am Litzlsattel ist wurden dann auch Sense und Rechen niedergelegt um gemeinsam in der Kaltwasserstube zu Abend zu essen und bei kühlen Getränken zu plaudern, zu scherzen und Pläne für künftige Jahre zu schmieden. An dieser Stelle gilt ein herzlicher Dank unseren Damen aus dem Küchenteam.

Dank geht aber auch an all unsere Bauern der Region, die nicht nur für ein Wochenende in der „Leitn“ stehen und mit harter Arbeit das Fortbestehen von Almen und Bergmahdern für die Zukunft ermöglichen.

Unser Naturparksommerfest 2019

Unser Naturparksommerfest 2019
Herzlichen Dank für das schöne Naturpark Sommerfest 2019 an alle, die geholfen haben:

Beim Liefern und transportieren, beim Aufbauen und Dekorieren, beim Kinderschminken und an der Forscherstation, beim Ausschenken, Grillen und natürlich auch beim Aufräumen und Putzen! Ohne euch wäre das alles nicht möglich!

Herzlichen Dank auch an die tollen Künstlerinnen und Künstler: Die Berchtesgadener Puppenbühne lieferte wieder eine mitreißend erzählte Geschichte und Lockstein 2000 spielten grandios auf.

Und herzlichen Dank natürlich auch an alle BesucherInnen, die das Fest mit Leben gefüllt haben!

Wir hoffen ihr alle seid nächstes Jahr wieder mit dabei!

Wildbestäuberkurse im Naturpark Weißbach 2019

Wildbestäuberkurse im Naturpark Weißbach 2019

Wildbestäuberkurse im Naturpark Weißbach - Wildbestäubern auf der Spur

Jede zehnte Wildbienenart in Europa ist vom Aussterben bedroht. Sie und weitere Wildbestäuber sind jedoch von zentraler Bedeutung für unser Ökosystem und die Nahrungsmittelsicherheit. Nutzungsaufgabe von Magerwiesen und Bergmähdern sowie der Klimawandel sind nur einige Faktoren, die unsere „Nützlinge“ bedrohen.

In Landschaftsräumen, die über eine gute Lebensraumausstattung verfügen, können auf einer solchen Stelle bis an die 100 Bienenarten gefunden werden, unter ihnen oft zehn und mehr Hummelarten. Und das auf einer einzigen Wiese. Der Naturpark Weißbach eignet sich mit seiner Vielzahl an extensiv genutzten Bergwiesen hier bestens als Standort für unsere Wildbestäuberkurse, die im Zuge des Interreg Projekts „Wild und Kultiviert“ gefördert werden. Geleitet werden die Kurse von erfahrenen Biologen, wie dem Hummelexperten Johann Neumayer, welche sich dem Schutz der Bestäuberfauna mit viel Engagement widmen.

Auch heuer wurden die Teilnehmer mit der hohen Zahl an Insekten, allen voran Hummeln und Tagfalter, aber auch Sandbienen, Schwebfliegen und Käfer, überrascht und in den Bann der Insektenbestimmung gezogen. Nach einer Einführung in die Ökologie der Wildbestäuber geht es mit Fangnetz und Fangröhrchen ausgestattet hinaus in die Wiesen rund um die Waltlmühlsäge, das Kurszentrum im Naturpark. Dabei kommt der Spaß nicht zu kurz, denn die schnellen Fluginsekten zu fangen ist manchmal auch mit lustigen Bewegungen verbunden. Hat man einen Fang, wird das Tier begutachtet, bestimmt und anschließend wieder behutsam in die Freiheit entlassen.

Der zweite Teil des Kurses beschäftigt sich mit Formen und Funktionen der Blüten und die wechselseitige Beziehung zwischen Blütenbesuchern und Alpenpflanzen Unter dem Binocular wurden nicht nur die Blüten und ihr Aufbau studiert. Auch die Bestimmung von Hummelarten anhand eines Bildschlüssels wurde hier erprobt und geübt.

Rund 40 Teilnehmer konnten wir für das Jahr 2019 begeistern, darunter der Obst- und Gartenbau Verein Weißbach, unsere Weißbacher Kids, sowie Fachleute aus dem Nationalpark Berchtesgaden. Jeder Kurs war einzigartig und verbindet.

Der Eindruck bleibt: Einmal in die Welt der Bestäuber eingetaucht blickt man mit anderen Augen auf die kleinen Tiere, die einem im Alltag über den Weg fliegen. Dies ebnet auch den Weg und erhöht die Bereitschaft, sich für den Schutz und Erhalt dieser wichtigen Artengruppen einzusetzen. Wir freuen uns bereits sehr auf das nächste Jahr mit vielen weiteren tollen Kurstagen und eindrucksvollen Erlebnissen.

Wir möchten an dieser Stelle noch auf die Internetseite naturbeobachtung.at hinweisen. Dabei handelt es sich um eine Plattform, auf welcher Laien ihre Fotos blütenbesuchender Insekten hochladen können. Experten helfen bei der Bestimmung der fotografierten Tiere und beantworten Fragen zu Ökologie und Lebensweise dieser Tiere.

Die Naturparkschule erforscht die heimische Insektenwelt 2019

Die Naturparkschule erforscht die heimische Insektenwelt 2019
Wildbestäuberkurse im Naturpark Weißbach – Die Naturparkschule ist den Wildbestäubern auf der Spur

Im Naturpark Weißbach finden die Wildbestäuberkurse heuer bereits das dritte Jahr statt und Anfang Juli war die Naturparkschule Weißbach mit dabei. Unzählige Bestäuber, namentlich Fliegen, Käfer, und Schmetterlinge (hier machte der Naturpark seinem Logo alle Ehre) wurden entdeckt, behutsam gefangen und nach eindrücklichem Begutachten wieder freigelassen. Die Kinder erwiesen sich hierbei als sehr geschickt und erfolgreich. Nur die Wildbienen ließen sich kaum blicken, was aber die Entdeckerfreude nicht schmälerte. Später gab es dann noch eine kleine Unterrichtseinheit mit einem Überblick über die verschiedenen Bestäuberarten und deren Lebensweise. Ein besonderes Highlight war die Untersuchung der zahlreichen verschiedenen Blütenformen unter dem Binoskop – da sind besondere Einblicke in eine andere Welt garantiert.

Der Naturpark eignet sich mit seiner Vielzahl an Lebensräumen wie extensiv genutzten Bergwiesen, Wäldern und Bachrändern hervorragend, um eine Vielzahl an Insekten beobachten und kennenlernen zu können. Die Wildbestäuberkurse im Naturpark Weißbach finden noch zweimal heuer für jedermann statt! Dabei sind alle Naturinteressierten herzlich eingeladen um mehr über Hummeln, Schmetterlinge und Co. zu erfahren bzw. einen Beitrag zur Erhaltung unserer heimischen Wildbestäuber zu leisten.

Bildrechte: Archiv Naturpark Weißbach

Tag der Natur 2019 - Wälder im Naturpark Weißbach

Tag der Natur 2019 - Wälder im Naturpark Weißbach
Wälder im Naturpark - Hainsalat, Salz und Borkenkäfer - eine Exkursion zur Geschichte, den Arten und der Entwicklung der Bergwälder

Zum landesweiten Tag der Natur am 15. Juni 2019 fand im Naturpark folgende Führung statt:

Die Almen sind die auffälligen Strukturen und beliebte Besucherziele im Naturpark Weißbach, dabei machen die Wälder im Naturpark fast zwei Drittel der Fläche aus. Vom Tal bis in die höheren Lagen geben die Standorte und deren Bedingungen die unterschiedlichen Waldgesellschaftsypen vor.

Dabei spielt die jahrhundertelange Nutzung, vor allem durch die Salinenwirtschaft, eine große Rolle, die die Wälder des Naturparks auch heute noch stark prägt. Dadurch wurde nämlich der Fichtenanteil künstlich extrem erhöht, dabei spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Die Fichte wurde gegenüber den Laubhölzern bevorzugt, weil diese durch den höheren Brennwert die Nähte der Kupferkessel, in denen die Sole erhitzt wurde, zum reißen brachte. Außerdem war die Holztrift über die Flüsse zu den Salinen im Norden mit den gut schwimmenden, weicheren Nadelhölzern viel besser zu bewerkstelligen. Die Aufforstung und der Anwuchs auf den großen Kahlschlagsflächen bevorzugte ebenfalls die Fichte: Die eigentlich in der montanen Stufe vorherrschenden Buchen-Tannenwälder brauchen als Schattbaumarten ein zumindest teilweise vorhandenes Blätterdach, welches die jungen Bäume vor starken Frösten schützt.

Und zu guter Letzt sorgte der Verbiss durch Wildarten, die die weicheren und nährstoffreicheren Knospen, Tannennadeln und Buchenblätter bevorzugen, für eine Entmischung dieser wichtigen Klimaxbaumarten.

Die künstlichen Fichtenwaldstrukturen sind aber relativ anfällig gegenüber Windwürfen und Borkenkäferkalamitäten, weswegen ein Wandel hin zu artenreichen und naturgemäßeren Beständen in Hinblick auf Artenvielfalt und Klimaprognose unbedingt notwendig ist.

Was macht die verschiedenen Waldgesellschaften aus? Welche typischen Zeigerarten kommen in den jeweiligen Gesellschaftstypen vor? Welchen Einfluss haben Böden, Höhenlage und Klima? Wie zeigt sich der anthropogene Einfluss auf die Wälder des Naturparks? Diese und andere Fragen konnten wir während unserer Wanderung durch den Naturpark anschneiden und dabei einen eindrucksvollen Schluchtwald, alte Buchenwaldreste und überprägte Bergmischwälder besuchen.

Dabei zeugen die Naturwaldreste und einzelne, besonders stattliche und alte Baumindividuen von dem Arten- und Lebensraumreichtum der eigentlich bei uns vorkommen würde. Besondere und seltene Waldgesellschaften wie der Schluchtwald entlang der Seisenbergklamm beeindruckt zum Beispiel durch das Vorkommen von teilweise seltenen Laubbäumen, wie Bergulmen, Sommerlinden und Bergahorn.

Die kühl-feuchten und nährstoffreichen Standortsbedingungen sorgen für ein ganz besonderes Wachstumsmilieu, dass sich im Vorhandensein einer ganz besonderen Flora zeigt: Hirschzunge, Mondviole, Gelber Eisenhut und viele andere Arten profitieren von diesem Lebensraum. Die hohe Luftfeuchtigkeit erlaubt das Vorkommen von zahlreichen Epiphyten (Aufsitzerpflanzen) auf den Stämmen und Ästen der größeren Bäume. Die Moose, Flechten und Farne geben dem Schluchtwald ein uriges und märchenhaftes Aussehen.

Diese Themen und die derzeitigen und mögliche zukünftige Probleme für die Wälder im Naturpark sind alles Inhalte, die während unserer Exkursion angeschnitten werden konnten. Die ein oder andere Schmetterlingsart und Wildbiene konnten wir dabei auch noch bewundern.

Waldtag mit dem Kindergarten Weißbach 2019

Waldtag mit dem Kindergarten Weißbach 2019

Kindergarten und Naturpark, ein buntes Zusammenspiel.

Im Juni durfte der Naturpark im Zuge der Waldwoche die Kinder des Kindergartens Weißbach unter seine Fittiche nehmen. Rund 16 Kinder besuchten mit uns den Wald rund um die Waltlmühlsäge. Mit Spielen wie dem Natur-Memory konnten sich die Kinder die verschiedensten Formen an Blättern, Blüten, Holz und Steinen einprägen.

Das steinige Bachbett des Weißbachs bietet Raum und Möglichkeit für allerhand Erlebnisse. Wir bauten zum Beispiel Schiffchen aus Rinde und Blättern und suchten uns tolle Steine für unseren Steine Bazar. Auch die Bewohner des Waldes erstatteten uns Besuch. Viele Schmetterlinge und auch der ortsansässige Grasfrosch (mehrmalige Sichtungen an mehreren Tagen; Muss sonach ein Weißbacher sein!) verbrachten mit uns den Tag.

Die Natur selbst ist die größte Attraktion und der beste Spielplatz.

Einmal draußen sein! Keine räumlichen Grenzen, keine vorgeschriebene Akte. Dass das gut und förderlich für die Entwicklung unserer Kinder ist weiß auch die Wissenschaft. Das ungezügelte Spielen im Freien gibt den Kindern die Möglichkeit, körperliche, geistige sowie seelische Potenziale zu entfalten. Und das kann man beobachten: Die Kinder sind selig und zufrieden. Oder auch einfach „gscheid miad“!

Für den tollen Tag und im Besonderen für das Engagement und die Einsatzbereitschaft der lieben Pädagoginnen Eva und Jennifer möchte sich der Naturpark sehr herzlich bedanken und wir freuen uns schon auf die nächsten gemeinsamen Aktionen!

Bergwaldprojekt 2018

Bergwaldprojekt 2018

Bergwaldprojekt 2018

Im Rahmen des Bergwaldprojekts des Alpenvereins „Waldpflege im Naturpark Weißbach“ vom 2.- 8. September 2018 helfen Freiwillige bei dringenden Artenschutzmaßnahmen. Die Projektwoche wird organisiert vom Naturpark Weißbach bei Lofer in Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten. Der seltene Apollofalter steht in besonderem Augenmerk. „Im Naturpark Weißbach gibt es sehr viele Tag- und Nachtfalter, die unter besonderem Schutz stehen.“ betont Naturparkmitarbeiterin Sabrina Bühn. Dieser benötigt offene Schutthänge als Lebensraum, denn dort wächst eine wichtige Futterpflanze der Raupen: die Fetthenne. Leider ist die Fetthenne schattenempfindlich und wird sehr leicht von Bäumen und Sträuchern überwuchert. Daher gilt es die Schutthänge im Naturpark Weißbach, nicht fern vom Diesbachsteig, von diesen zu befreien, um wieder Tageslicht auf die Hänge zu bringen. Das geschnittene Strauchwerk wurde von den Flächen entfernt und am Hangende als Steinschlagschutz abgelegt. Mit dabei waren Evelyn aus Wien und Johannes aus Wieselburg (NÖ). „Mir ist es wichtig, in der freien Natur zu arbeiten und mitzuhelfen Arten zu schützen.“, so Evelyn, die tatkräftig am Werk ist. „Die Arbeit im Bergwald ist für mich sehr interessant, da es große Unterschiede zum Wald im Raum Wieselburg gibt!“, erzählt Johannes begeistert.

Tannenschutz für artenreiche Wälder

Im Naturpark Weißbach sind viele Weißtannen zu finden, jedoch leiden Jungtannen häufig unter Wildverbiss. Daher bringen die Freiwilligen unterhalb des Litzlkogels einen Verbissschutz an den Knospen an, um diese vor Reh und Hirsch zu schützen. „Unser Ziel ist ein Bergmischwald aus Tanne, Fichte und Buche und wir müssen der Tanne etwas auf die Sprünge helfen.“ so Revierleiter Christoph Dinger. Insgesamt war es eine sehr arbeits- und erfolgreiche Woche im Naturpark Weißbach.

Verbesserungsmaßnahmen der Habitate für den Roten Apollo (Parnassius apollo) 2018

Verbesserungsmaßnahmen der Habitate für den Roten Apollo (Parnassius apollo) 2018
Allgemeiner Hintergrund: Aufgrund verschiedener Faktoren, wie zum Beispiel beträchtlicher Veränderungen oder Zerstörungen des Lebensraumes und der oftmals hochkomplexen Lebensraumansprüche sind viele Schmetterlingsarten bedroht, stark gefährdet oder sogar ausgestorben. Die Gefährdungseinschätzungen sind allerdings regional stark unterschiedlich. Insgesamt ist dabei besonders auffällig, dass auch „nicht unmittelbar gefährdete Arten hinsichtlich der Individuenzahl stark zurückgegangen sind. Es wird angenommen, dass vor etwa 100 Jahren gebietsweise bis zu hundertmal mehr Falter flogen als heute!“ (Broschüre ‚Artenvielfalt ist Lebensqualität – Die heimischen Schmetterlinge‘, Land Salzburg 2014)

Laut dem lokalen Schmetterlingsexperten und ehemaligen Weißbacher Einwohner, Otto Feldner, der die Populationen seit mehreren Jahrzehnten intensiv beobachtet und ‚begleitet‘, ist Weißbach „eine der schmetterlingsreichsten Regionen im Land Salzburg. Es kommen (bzw. kamen) hier sehr viele Raritäten vor, wie z.B. Schwalbenschwanz (Papilio machaon), Segelfalter (Iphiclides podalirius), Großer Schillerfalter (Apatura iris), Schwarzer Apollo (P. menomosyne hartmanni) – vor 1980 häufig, jetzt erloschen (und derzeit ebenfalls Ziel eines Maßnahmenprojekts) – Trauermantel (Vanessa antiopa), Alpen-Perlmuttfalter (Clossiana thore) (…) und viele Eulen- und Spannerarten“.

Spezielle Informationen über den Roten Apollo: Der Rote Apollo (Parnassius apollo) ist eine, inzwischen europaweit bedrohte und streng geschützte Art aus der Familie der Ritterfalter (Papilionidae).

Kurzer Steckbrief zu Habitatansprüchen, Ökologie und Bedrohungs- bzw. Schutzstatus:

• Flora Fauna Habitat Richtlinie (FFH), Anhang IV Art (gemäß der Referenz- und Bewertungsliste des Umweltbundesamts hat sich die Erhaltungssituation 2007 und 2013 für den Apollofalter verschlechtert • Rote Liste gesamt Österreich „gefährdet“ (Kategorie 3), Land Salzburg „gefährdet“ (Kategorie) 3 (EMBACHER 1996) • Hohe Biotopansprüche • Wärmeliebend • (Halb-)Offenlandbewohner • Vorzugsweise an sonnigen und felsigen Standorten • Weite Höhenamplitude • Die Hauptfutterpflanze der Raupen Sedum sp. („Fetthennen“) muss vorhanden sein • Es werden vorzugsweise Nektarpflanzen mit violetten oder rötlichen Blüten, wie z.B. Flockenblumen (Centaurea sp.), Disteln (Z.B. Carduus nutans) oder Oregano (Origanum vulgare), etc., benötigt • Große Variabilität hinsichtlich des Erscheinungsbilds • Taxonomisch wird die Bildung vieler Unter- und Halbunterarten diskutiert

Ausgangssituation Entlang der Forststraße von Pürzlbach zur Kallbrunnalm befindet sich nach der letzten Kehre nach der Almfläche bergseitig auf ca. 150m Länge ein überwiegend nach SSW exponiertes, kleinräumig abwechselndes Mosaik aus tlw. eng gebänderten Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation, kleinen Terrassen mit Trockenrasen und Übergangsbereichen mit einem Wechsel von wärmeliebenden Hasel- und Felsenbirnenstrauchgesellschaften. In und zwischen den Kalkbänken, die zwischen 2 und 10m hoch sind, wachsen typische Vertreter einer Felsspaltenvegetation, u.a. zum Beispiel verschiedene Streifenfarne (Asplenium sp.) und Sedum Arten. Die artenreiche Strauchschicht (z.B. Corylus avellana, Rhamnus cathartica, Rosa sp., Amelanchier ovalis, Juniperus communis, etc.) wird - v.a. nach oben hin, aber auch auf breiteren Terrassenebenen im unteren Teil - von verschiedenen Baumarten begleitet, u.a. Sorbus aria, Fagus sylvatica und Picea abies. Vor allem die Buchen weisen mit Kronenbrüchen, Spechthöhlen, Stammrissen und Totästen teilweise Biotopbaumcharakter auf. Die Fichten sind oftmals abholzig, tief beastet und beschatten aufgrund der vollen Kronen weite Bereiche.

Maßnahmen: Folgende Maßnahmen wurden in Zusammenarbeit mit unserem größten Grundbesitzer und Unterstützer des Naturparks Weißbach, den Bayerischen Saalforsten, umgesetzt:

1. Es wurden einzelne Fichten und vitale Buchen und deren Verjüngung an und um die Felswandpassagen entnommen, um eine Verringerung der Beschattung der Felswandbereiche zu erreichen. Dadurch soll der Lebensraum der Apollofalter (und anderer wärmeliebender Organismen in diesem Bereich) gefördert werden und den Druck durch die zunehmende Überschirmung durch die Fichten und Buchen in den zentralen Bereichen zu reduziert werden. Durch das extrem steile Gelände waren die Eingriffe sehr schwierig und mussten unter aufwändigen Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden. Dabei wurden einzelne Biotopbäume sowie seltenere Baumarten (wie z.B. Mehlbeeren, Eiben, etc.) sowie die artenreiche Strauchschicht möglichst belassen. Falls es möglich erschien, sollte das Totholz im Gelände verbleiben. Auch wurden tlw. hohe Stöcke belassen, um die Geländestruktur zu erhöhen.

2. Entlang der Forststraße an der Talseite, zumindest jedoch an den ehemals freien und nun mit Bergahorn, Grauerle und Fichte zuwachsenden Schneisen, wurde ein freier Böschungsstreifen in einer Breite von etwa 3-4m geschaffen, damit die Nektarpflanzen der Apollofalter (und natürlich auch für andere Wildbestäuber) dort wieder bessere Wuchsbedingungen auffinden können. Außerdem wird dadurch der Böschungsbereich, sowie auch die gegenüberliegende Felswand weniger stark beschattet. Dies wurde durch das Schwenden der Verjüngung in den Schneisen und entlang des Böschungsstreifens auf besagter Breite und die Entnahme einzelner bzw. in Kleingruppen stockender Fichten mit meist schwachem bis mittleren Baumholzalter am Straßenrand erreicht.

Wir bedanken uns bei den Bayerischen Saalforsten und insbesondere dem Revier Falleck für die gute Zusammenarbeit und Kooperation.

Weißbach blüht auf! 2018

Weißbach blüht auf! 2018
Weißbach blüht auf!

Ein Uferabschnitt des Weißbachs wird mit regionalen Wildblumenarten renaturiert – die Naturparkschule Weißbach hilft tatkräftig mit

Es ist der Tag der Apollofalter-Exkursion an der Naturparkschule Weißbach und alle SchülerInnen sind hochkonzentriert dabei. Bereits gut geschult durch vorige Exkursionen erkennen sie verschiedene Insektenarten bereits am Summen und Brummen. Umso tatkräftiger wird mit angepackt, wenn es darum geht, den Faltern und Wildbestäubern einen Uferabschnitt am Weißbach zur neuen Festtafel umzugestalten! Dazu wurde vorbereitend der Oberboden mit Grasnarbe abgetragen und der neue Horizont mit Flussschotter durchmischt. Durch das „Wild und Kultiviert“-Projekt, welches unter dem Motto „Regionale Vielfalt säen“ steht, wird das passende Saatgut für den Uferabschnitt gestellt. Die Samen wurden direkt aus der Region geerntet und dann vor Ort mit den Kindern zu einer Saatgutmischung vermengt. Der Höhepunkt der Exkursion ist das Aussäen der neuen Wildblumenkultur am Weißbach! Die SchülerInnen sind in Kleingruppen mit Kübeln auf der teilweise steilen Uferböschung stetig auf und ab unterwegs, um für eine flächendeckende Einsaat zu sorgen. Mit viel Begeisterung und ganzem Einsatz bleibt das Lernen bei diesem Projekt auch nicht aus: denn die Kinder wissen bereits gut Bescheid, dass beispielsweise der Apollofalter rote und violette Blüten bevorzugt. Die Wildblumensaat wird vielen weiteren Faltern und anderen Wildbestäubern neuen Lebensraum und Nahrung geben.

Doch warum gibt es schon wieder eine “Baustelle” am Weißbach? Vor zwei Jahren wurde das Bachbett des Weißbachs aus der Ortsmitte heraus umgeleitet, wo das Gewässer wieder mehr Platz hat und natürlicher fließen kann. Nun kommt eine weitere Renaturierungsmaßnahme hinzu. Die Uferbereiche sind mit einer überdüngten, artenarmen Fettwiese bewachsen, wie sie leider auch hier im Salzburger Land vorherrscht. Der potentielle natürliche Boden an diesem Standort wäre allerdings viel kalkreicher und nährstoffärmer, wodurch ideale Voraussetzungen für viele gefährdete Pflanzengesellschaften bestünden. Das Ziel ist es also, das Bild der grünen, satten Wiese mit ihren vorwiegend dottergelben Blüten umzuwandeln in ein bunteres, artenreiches Blütenmeer.

Doch bevor es soweit ist, braucht es vor allem eines: Geduld. Weder Düngen noch Gießen ist notwendig. Da einjährige Pflanzenarten in dieser bunten Mischung eher untergeordnet vorkommen, sondern der Schwerpunkt eher auf ausdauernden, mehrjährige Arten liegt, dauert es drei bis vier Jahre, bis das gewünschte Pflanzenbild etabliert ist. Bis dahin gibt es jedoch einige ein- und zweijährige Arten, die die Wiese in viele Kleidern erscheinen lassen bis dahin. Die Kinder der Naturparkschule, die bei der Ansaat beteiligt waren, können nun also in den Folgejahren “ihrer” Wiese bei der Entwicklung zusehen! Die Aktion zeigt, dass jeder mit nur geringem Aufwand einen Beitrag leisten kann zum Erhalt wichtiger Arten und ihren Lebensräumen. Wer Interesse hat auf eigenen Flächen Wildblumen ein neues Zuhause zu bieten, kann übrigens über die Homepage von wildundkultiviert.at kostenfrei Saatgut bestellen!

Read more

Umweltbaustelle 2018

Umweltbaustelle 2018

Umweltbaustelle 2018

Die Umweltbaustelle heuer steht unter dem Motto „Almpflege sichert wertvollen Lebensraum“ .

Arbeiten wo andere Urlaub machen.

Junge Menschen helfen den Bergbauern im Naturpark Weißbach. Fünf Freiwillige aus ganz Österreich und Deutschland haben sich im Rahmen des Projekts Umweltbaustelle vom Alpenvereines getroffen, um tatkräftig den Almbauern beim Bewirtschaften des alpinen Geländes unter die Arme zu greifen.

Eine Woche, vom 15.07-21.07 hilft die Gruppe auf verschiedenen Projektflächen im Naturpark. Die Einsatzflächen befinden sich an unterschiedlichen Orten im Naturpark Weißbach. Die Kallbrunnalm zum Beispiel eine der Umweltbaustellen bei der die Freiwilligen drei Tage lang mithelfen. Gemeinsam mit den Bergbauern schwenden und pflegen sie die steilen Almwiesen, sowie Instanthaltungsmaßnahmen an Wanderwegen.

Unter Schwenden versteht man das Entfernen von Pflanzen wie Farn und Jungbäumen von den Almwiesen. Würde man diese Bearbeitung der Almwiesen und der Steilflächen nicht gewährleisten, würde die Artenvielfalt an Pflanzen und Blumen verdrängt.

Diese sind wiederum Lebensräume zahlreicher Tierarten insbesondere Wildbienen und Schmetterlinge. Da die Kallbrunnalm eine Größe von 2,45 Quadratkilometer hat, ist die Unterhaltung der Alm ein gewaltiger Aufwand. Daher wurde Unterstützung durch Ehrenamtliche auf Umweltbaustellen vom österreichischen Alpenverein ins Leben gerufen.

Während der Zeit des Projektes werden die Helfer auf der Ferienwiese Weißbach, die vom Österreichischen Alpenverein unterhalten wird, versorgt.

Read more

Landschaften voller Leben - Biodiversitätsworkshop 2018

Landschaften voller Leben - Biodiversitätsworkshop 2018
Strukturvielfalt schafft Biodiversität

Umsetzung des Themas Biodiversität in den Salzburger Naturparken

Dazu fand am 26. April 2018 ein Workshop in Weißbach statt. Franz Handler und Gerhard Schlögl vom Verband der Naturparke Österreichs präsentierten Vorträge bezüglich Biodiversitätsthemen in den Österreichischen Naturparken.

Besonders interessant waren die Good practice Beispiele aus ganz Österreich, die vorgestellt wurden und viele Anregungen für eigene Umsetzungen lieferten.

Der Naturpark Weißbach stellte ebenfalls eine Präsentation seiner aktuellen und einiger vergangener Biodiversitätsmaßnahmen vor. Darunter fallen so verschiedene Projekte wie die Wiederherstellung der Habitate für den Apollofalter, Naturparkschulprojekte, das Interreg Projekt wild und kultiviert in Weißbach, Kooperationen mit den Bayerischen Saalfosten oder die Umweltbaustellen und das Bergwaldprojekt. Die Teilnehmer, überwiegend Bauern und Bäuerinnen aus der Region stellten gegen Ende der Veranstaltung noch einmal die aus ihrer Sicht größten Probleme hinsichtlich verschiedenster Themen dar.

In weiteren Schritten sollen die Ergebnisse zusammengefasst und eine Abstimmung und Umsetzung gemeinsam mit Landwirten, Naturpark, Land Salzburg erarbeitet werden.

Wir danken an dieser Stelle noch einmal allen Teilnehmern für ihre Mitarbeit!

Read more

Projekt des Naturparks Weißbach gewinnt Naturschutzpreis - 2017

Projekt des Naturparks Weißbach gewinnt Naturschutzpreis - 2017
Das Projekt „Mahd einmahdiger Wiesen im Naturpark Weißbach bei Lofer“ ist einer der Gewinner des größten heimischen Naturschutzpreis "Die Brennnessel – Naturschutz is ka gmahde Wies'n"

Artenreiches Wirtschaftsgrünland der Tieflagen und Bergstufe zählt heute sowohl in Mitteleuropa als auch in Salzburg zu den gefährdeten Biotoptypen. Ihre Erhaltung ist von europäischer Bedeutung. Sie sind Teil des europäischen Naturerbes und Schutzgebietssystems Natura 2000. Einige dieser inzwischen gefährdeten Lebensräume mit ihren charakteristischen Arten, wie die artenreiche Bergmähwiese, haben in Salzburg einen Verbreitungsschwerpunkt.

Mit dem Projekt „Mahd einmahdiger Wiesen im Naturpark Weißbach bei Lofer“, welches vom Alpenverein Leogang gemeinsam mit dem Naturpark Weißbach und den Bayerischen Saalforsten umgesetzt wird, soll zu deren Erhalt beigetragen werden. Dieses Engagement wurde nun mit dem Naturschutzpreis "Die Brennnessel – Naturschutz is ka gmahde Wies'n" ausgezeichnet: Bei der am 25. Jänner 2018 stattgefundenen Preisverleihung wurden Projektideen und umsetzungsorientierte Konzepte, die zum Schutz und Erhalt unserer natürlichen Vielfalt beitragen, prämiert. Von insgesamt 200 eingereichten Projekten haben sich 28 durchgesetzt und freuen sich über eine unbürokratische Finanzspritze sowie naturschutzfachliche Betreuung und mediale Begleitung von Blühendes Österreich.

Die für das Projekt „Mahd einmahdiger Wiesen im Naturpark Weißbach bei Lofer“ vorgesehenen Flächen für die einmahdigen Bergwiesen von rund 2 Hektar liegen im Naturpark Weißbach bei Lofer auf Grundstücken der Bayerischen Saalforste. Die ehemals einmal im Jahr gemähten Flächen der Bayerischen Saalforste auf Salzburger Gebiet sind noch sehr artenreich, drohen jedoch mit Jungbäumen zuzuwachsen, da die Flächen schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr gemäht werden. Im Rahmen einer Projektwoche des Naturparks Weißbach wurde als vorbereitende Maßnahme im September 2017 eine Schwendaktion an aufwachsenden Jungbäumen auf der Fläche durchgeführt.

Ab dem Sommer 2018 ist für zunächst 10 Jahre geplant, dass im Rahmen einer Projektwoche (jährlich im Juli/August) der Alpenverein, der Naturpark und der Forstbetrieb mit einer von Erwachsenen begleiteten Projektwoche für Jugendliche die ca. 2 Hektar große Fläche auf südseitiger Exposition mit Hand-Sensen mähen soll. Begleitet von Erwachsenen sollen Jugendliche die körperlich schwere und anstrengende Mäh-Arbeit auf den steilen Bergmahdern erfahren. Die Unterkunft ist in einer nahen Forstbetriebshütte sichergestellt. Fachlich begleitet wird die Gruppe vom örtlichen Förster des Forstbetrieb und dem Geschäftsführer des Naturparks Weißbach.

Umweltbaustelle 2017

Umweltbaustelle 2017

Naturpark Weißbach – Umweltbaustelle Almpflege Litzlalm und Hundsfußalm

"Handeln, nicht nur reden!", so lautet die Devise der Umweltbaustellen ausgehend vom österreichischen Alpenverein, wobei sich Jugendliche im Alter zwischen 16 und 30 Jahren unentgeltlich für die Natur und Umwelt einsetzen. Die Umweltbaustelle 2017 im Naturpark Weißbach fand von 16.7 bis 22.7. auf der Litzlalm und Hundsfußalm statt.

Basierend auf dem Naturschutzplan für die beiden Almen, wurden von den sechs Teilnehmern Pflegearbeiten durchgeführt, um die artenreichen Almen zu erhalten bzw. die Weidenflächen zu verbessern. Zu den Hauptaufgaben gehörten somit das Schwenden und Mähen der Almflächen, wobei vor allem Farne und Disteln von den Weideflächen entfernt wurden. Auf der Litzlalm wurde auch bei der Umdeckung eines traditionellen Legschindeldachs mitgeholfen. Beim Umdecken werden etwa alle vier bis fünf Jahre die Schindeln umgeschlichtet, wobei immer eine, noch nicht dem Wetter ausgesetzte, Seite nach oben gelegt wird.

Die Unterbringung der Teilnehmer erfolgte auf der ÖAV-Ferienwiese. Auch das Freizeitprogramm der Jugendlichen sollte natürlich nicht zu kurz kommen. So sorgten Aktivitäten wie eine abendliche Wanderung durch die Seisenbergklamm, Besuch der Lamprechtshöhle, eine Rafting-Tour auf der Saalach sowie eine Wanderung auf den Litzlkogel für ein attraktives Rahmenprogramm.

Bergwaldprojekt 2017

Bergwaldprojekt 2017
Im September fand wieder die Bergwaldprojektwoche des Österreichischen Alpenvereins im Naturpark Weißbach statt.

Diesmal nahmen 11 freiwillige Helfer daran teil und erfüllten vielfältige Aufgaben:

Diese reichten von der Anbringung von Verbißschutz für Jungbäume, über dem Schwenden von artenreichen Bergwiesen bis hin zur Sanierung von Wanderwegen. Dabei waren sie nicht nur im Naturpark unterwegs, sondern lernten an zwei Tagen auch noch andere Bereiche in den Revieren der Bayerischen Saalforsten kennen.

Für die Teilnehmer*innen bietet das Projekt nicht nur die Möglichkeit, der Natur etwas Gutes zu tun, sondern auch einen einmaligen Einblick in die komplexen Zusammenhänge der (Berg-) Waldökologie zu erhalten. Die Freiwilligen bekamen Insiderwissen zu den verschiedenen Abläufen und konnten selbst wertvolle Erfahrungen sammeln - Erfahrungen die sie dann wieder in ihre persönlichen Lebensbereiche hinaustragen.

Insgesamt war die Woche ein voller Erfolg, vor allem weil die Gruppe sehr motiviert, interessiert und engagiert war und eine tolle Stimmung herrschte. Der Naturpark freut sich schon auf die nächsten Projekte!

Besonders gefreut haben wir uns über die fantastische Broschüre unserer wunderbaren Pressepraktikantin Janin Salzger, die das Projekt darin großartig festgehalten hat.

Gerne kann die lesenswerte Broschüre hier heruntergeladen werden.

Fest zum 10jährigen Jubiläum des Naturpark Weißbach

Fest zum 10jährigen Jubiläum des Naturpark Weißbach
Das 10jähriges Jubiläum des Naturparks Weißbach war aus mehreren Gründen ein Anlass zum Feiern.

Nicht nur, dass die Gründung im Jahr 2007 ein eindeutiges und visionäres Bekenntnis zum nachhaltigen Schutz unseres heimischen Almen- und Kulturraumes darstellt, der Naturpark wurde seither auch zu einem nicht unerheblichen Faktor in der Entwicklung des Tourismus und der Umweltbildung in der Region.

Deshalb hatten wir ein vielseitiges Programm, vor allem für Kinder, am Festtag vorbereitet:

Viele der geladenen Gäste und die unterschiedlichen Aktionsstände, vom Nationalpark Berchtesgaden, der Alpinschule von Markus Hirnböck bis hin zu Hans Neumeier von den Wildbestäuberkursen, zogen die Aufmerksamkeit von Jung und Alt auf sich.

Von der Naturschutzbehörde des Landes Salzburgs waren als Begleiter der ersten Stunde des Naturparks Prof. Dipl.-Ing. Hermann Hinterstoisser und Dipl.-Ing. Günter Jaritz zu Besuch und bekräftigten das Bekenntnis des Landes zu unserem schönen Naturpark und seiner Bedeutung für die Region. Auch Christine Klenovec, die als erste Geschäftsführerin viele wichtige Eckpfeiler des Projekts Naturpark aufgebaut und gepflegt hat, blickte mit ein wenig Wehmut und aber auch viel Zuversicht in die Vergangenheit und Zukunft.

Die Ergebnisse und Eindrücke der gemeinschaftlichen Aktionen des Naturparks mit der Naturparkschule wurden uns in wunderbar in Form von schönen Gesangseinlagen und einer eindrucksvollen Bodypercussion Vorstellung präsentiert. Dafür und auch für das Engagement und Einsatzbereitschaft der lieben Lehrerinnen möchte sich der Naturpark sehr bedanken und wir freuen uns schon auf die nächsten gemeinsamen Aktionen!

Ebenfalls sehr beliebt waren u.a. die feinen Naturparkburger mit Rind vom Peslhof und die Kleinsten erfreuten sich an der Schminkstation. Bei der Verlosung des Naturparks mit vielen kleinen und den beiden Hauptpreisen, einem Hubschrauberflug von Sennair und einem Wochenende mit einem Renault Zoe Elektroauto vom Autohaus Zehentner waren alle Teilnehmer mit großem Eifer dabei. Die Bläsergruppe des Musikums Saalfelden wussten ebenso wie die am Abend auftretende Liveband Stringpower zu gefallen und trugen zu einem insgesamt gelungenen Festtag bei.

An die vielen Helfer, Musiker, Auf- und Abbauer, Kellnerinnen, Grillmeister und Ausschenker ergeht ein riesengroßes, herzliches Dankeschön! Diese Art von Unterstützung braucht es, um den Naturpark mit Leben aus der Gemeinschaft zu füllen und zu einem erfolgreichen Projekt zu machen!

Und selbstverständlich möchten wir uns auch bei den zahlreichen Gästen für den Besuch und das Interesse recht herzlich bedanken.

Tag der Natur 2017

Tag der Natur 2017
Im Juni fand im Rahmen des Tages der Natur ein Aktionstage mit der Naturparkschule Weißbach statt, der wundervoll verlaufen ist:

Wir sind auf eine kleine Entdeckungsreise gegangen, haben viele interessante Tiere und Pflanzen und deren Lebensräume spielerisch erforscht und eine durchaus ausdauernde Wanderung von der wunderschönen und aussichtsreichen Kammerlingalm über die Weißbachalm zurück zur Waltlmühlsäge geschafft.

Dazwischen haben wir noch verschiedene Spiele zu den Tierarten des alpinen Lebensraumes gespielt und zauberhafte Blumenmosaike erschaffen. Insgesamt bewiesen die engagierten und neugierigen Kinder Trittfestigkeit und Ausdauer, mit etwas Glück haben wir dann gerade noch den AlmErlebnisBus erwischt.

Die Ergebnisse und Eindrücke wurden uns dann in wunderbarer Form beim Jubiläumsfest präsentiert. Dafür und für auch für das Engagement und Einsatzbereitschaft der lieben Lehrerinnen möchte sich der Naturpark sehr bedanken und wir freuen uns schon auf die nächsten gemeinsamen Aktionen!

Tag der Artenvielfalt 2017

Landschaften voller Flugkünstler

Seit dem Jahr 2000 wird am 22. Mai der „Internationale Tag der biologischen Vielfalt“ gefeiert. Weltweit finden jährlich rund um dieses Datum Projekte und Aktionen zum Thema Artenvielfalt statt. Der Schutz und Erhalt der Biodiversität ist ein Kernziel der Österreichischen Naturparke. Die Naturpark-Schulen leisten in diesem Zusammenhang einen wesentlichen Beitrag zur entsprechenden Bewusstseinsbildung bei den nachfolgenden Generationen. Wir als Naturpark werden gemeinsam mit der Naturparkschule Weißbach erstmalig an dieser gemeinsamen Aktion am 22. Mai 2017 teilnehmen. Wir freuen uns schon sehr auf einen bunten Projekttag zu dem Thema Flugkünstler aus Tier- und Pflanzenwelt!

Jugend auf dem Gipfel 2016

Einer für alle – alle für einen!

Nach einigen planerischen Herausforderungen war es am Wochenende vom 22.07 bis 24.07.2016 soweit und wir konnten unser Event „Jugend auf dem Gipfel“ mit einer Gruppe Jugendlicher vom Kinderhilfswerk aus Linz durchführen. Das Event ist ein Kooperationsprojekt des Alpennetzwerkes Alparc und Educ´Alpes und findet gleichzeitig in über 50 Schutzgebieten in sechs Alpenländern, sowie den Karpaten statt. Ziel ist das gemeinsame Naturerlebnis, ein „Abenteuer in den Bergen“, für eine Zielgruppe, deren Bezug zum Alpenraum nicht selbstverständlich ist. Trotz widriger Wetterbedingungen erlebten wir gemeinsam mit 14 Jugendlichen und ihren Betreuern ein erlebnisreiches und aufregendes Wochenende. Auf dem Programm standen die gemeinsame Besteigung des Kühkranz, die Besichtigung der Seisenbergklamm und ein Lichtprojekt am Abend. Das gleichzeitige künstlerische Schaffen der beteiligten Gruppen ermöglicht eine alpenweite Dokumentation im Nachgang, beispielsweise werden Bilder des Lichtprojektes als Motive für Postkarten und die Homepage genutzt. Umrahmt wurde das Ganze von pädagogischen Einheiten und inhaltlichen Vermittlungen zur Bildung des Umweltbewusstseins. Ein Wochenende mit Lagerfeuer, Nächtigung im Bettenlager und die Sichtung einer Gams war sowohl für die Jugendlichen, als auch für uns ein großartiges Erlebnis.

Spektakuläre Seisenbergklamm

Spektakuläre Seisenbergklamm

Alle zusammen bleiben

Alle zusammen bleiben

Gipfelsieg!

Gipfelsieg!

Laser!

Laser!

Malen mit Licht

Malen mit Licht

Marshmallows grillen

Marshmallows grillen

Tag der Natur 2016

Lupenspaß und Moosgraffiti

Der Tag der Natur, eine Initiative der Österreichischen Naturschutzplattform, findet heuer zum 13. Mal in Österreich statt. Unterschiedliche Organisationen und Einrichtungen bieten im Juni 2016, vielfältige Veranstaltungen in Salzburg an, in denen Besonderheiten unserer Natur gezeigt und erlebbar gemacht werden.

Am 16. Juni 2016 haben wir im Rahmen des „Tag der Natur“ einen Streifzug durch das Reich der Pflanzen gemacht. Die Kinder der Volksschule Weißbach wurden von ausgebildeten Natur- und Landschaftsvermittlerinnen entlang des Walderlebnisweg „walden.“ geführt und der Unterschied zwischen verschiedenen Pflanzentypen spielerisch vermittelt. Im Voraus fand eine Einführung in die diesjährigen Themenpflanzen - Moose, Flechten, Algen, Pilze und Gefäßpflanzen - in Form einer Bilderpräsentation in der Schule statt. Abgeschlossen wurde die Informationsveranstaltung mit dem Workshop "Moosgraffiti". Gemeinsam mit den Schülern fertigten wir eine spezielle Moosmasse an, welche dann an die Wände der Schule gepinselt wurde und dort nun fleißig gedeihen kann. Die angesprochenen Pflanzenarten wurden dann im Wald genauer untersucht und mit allen Sinnen erkundet.

Ziel war es, den Kindern die Wichtigkeit von Pflanzen und Wäldern näher zu bringen und die Faszination und den Respekt für natürliche Kreisläufe zu wecken. Vor allem aber sollen die Kinder einen angenehmen und erholsamen Tag im Wald verbringen.

Es war ein gelungener Vormittag!

Kulturlandschaftsprogramm

Landwirte als Landschaftsgestalter

Besonders ästhetische Kulturlandschaft in Form von Berglandwirtschaft und Almwirtschaft bildet das Herzstück im Naturpark Weißbach. Unter Kulturlandschaft versteht man eine Landschaft, in der die Natur in mehr oder weniger ausgewogenem Zusammenspiel mit dem Menschen - oftmals über Jahrhunderte - durch menschliche Nutzung nachhaltig gestaltet wurde. Durch kleinräumige Wirtschaftsweisen und traditionelle Nutzungsformen entsteht eine vielfältige und artenreiche Landschaft, zu deren Erhalt die Landwirte im Naturpark einen wesentlichen Beitrag leisten.

Ziel des Kulturlandschaftsprogramms, das 2007 begonnen wurde, ist es, traditionelle Nutzungsformen und Strukturen (auch Flur- und Kulturdenkmale) im Sinne der Erhaltung der biologischen und landschaftlichen Vielfalt sowie einer nachhaltigen Nutzung zu fördern und in enger Abstimmung mit den Grundbesitzern weiter zu entwickeln. Im Rahmen eines flächendeckenden Kulturlandschaftsprogramms soll der Einsatz bestehender Förderinstrumente optimiert und der Bedarf an ergänzenden Fördermaßnahmen erhoben werden. Aus der Nutzung gefallene Bereiche können durch Anreizmodelle reaktiviert bzw. alternative Pflegekonzepte gemeinsam entwickelt werden. Basierend auf den Ergebnissen und Maßnahmenempfehlungen des Programms sollen Naturpark-Projekte und Aktivitäten zur Attraktivitätssteigerung im Tourismus ebenso wie zur Bewusstseinsbildung und einer nutzungsverträglichen Besucherlenkung aufgebaut werden. Die Erhebungen wurden im Sommer 2007 gestartet, am 30. Oktober 2007 fand gemeinsam mit den GrundbesitzerInnen ein erster Informationsabend statt, an dem auch mögliche Maßnahmen und Bedürfnisse der Grundbesitzer diskutiert wurden.

Grenzüberschreitende Aktivitäten

Nachbar neu entdeckt

Eine geschichtsträchtige Grenze am Rande des Naturparks verbindet Salzburg mit Bayern. Der Hirschbichl zeugt als alte Zollstelle und Handelsweg von früheren beschwerlichen Salztransporten und Schmugglergeschichten und ist heute Ausgangspunkt für viele Wanderungen und Radtouren im Naturpark Weißbach sowie im angrenzenden Nationalpark Berchtesgaden. Mit dem Almerlebnisbus gut erreichbar, wird hier der einheitliche Naturraum sehr deutlich, der viele Möglichkeiten für Ihre Freizeitgestaltung bietet. Geführte Wanderungen rund um den Hirschbichl geben einen guten Einblick in die Geschichte dieser Grenzregion sowie die heutige Nutzung der Almen durch bayerische und Salzburger Bauern.

Schulprogramme

Kinder und Lehrer mit Freude die Natur entdecken lassen

Warum nicht einmal den Unterricht in die Natur verlegen? Nicht nur, dass sich viele Themen wie Almwirtschaft, Wald und Boden oder Wasser viel besser im Freien erleben und entdecken lassen, so bietet eine Unterrichtseinheit in der Natur - begleitet mit gut ausgebildeten NaturparkmitarbeiterInnen - besonders viel Spaß und Freude für SchülerInnen und LehrerInnen. Erkundigen Sie sich direkt im Naturparkzentrum nach den Möglichkeiten, etwas Zeit mit Ihrer Klasse im Naturpark Weißbach zu verbringen. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Maßnahmen zur sanften Mobilität im Naturpark Weißbach

Der AlmErlebnisBus und das AlmWanderTaxi: Nachhaltig klimafreundlich mobil

Der AlmErlebnisBus und das AlmWanderTaxi:
Nachhaltig klimafreundlich mobil

Klimafreundliche Mobilität schont nicht nur die Umwelt, sie reduziert auch Luftschadstoffe und Verkehrslärm, fördert die Gesundheit der Menschen und schafft eine bessere Lebensqualität. Im Bereich Mobilität wurde die Gemeinde Weißbach bei Lofer vom umwelt service salzburg mit dem umwelt blatt salzburg 2015 für die Umsetzung von AlmErlebnisBus und AlmWanderTaxi geehrt.

Hier gelangen Sie zu den Fahrplänen des AlmerlebnisBus und AlmwanderTaxi

Wissensvermittlung und Artenschutz

Mit seinen vier Säulen hat der Naturpark mit seinem Management einer Vielzahl von Anliegen gerecht zu werden. Wissensvermittlung im Bereich der Bildung aber auch Artenschutz im Bereich von Natur und Landschaft bieten viel Raum für künftige Projekte im Naturpark Weißbach, die gemeinsam mit der Naturschutzabteilung der Salzburger Landesregierung, NGO, Schulen und Landwirten umgesetzt werden sollen. Das Kulturlandschaftsprogramm wird weiter vorangetrieben und ein Projekt zum Schutz gefährdeter Haustierrassen soll initiiert werden.

Diese Website verwendet Cookies. Indem Sie die Website und ihre Angebote nutzen und weiter navigieren, akzeptieren Sie diese Cookies. Dies können Sie in Ihren Browsereinstellungen ändern.